Veritates – Killing Time

{:de}Label: Doc Gator Records
Katalognummer: DGR009
Veröffentlichungsdatum: 17.01.2020
Songs: 8
Genre: Heavy Metal

Review von Mario Wolski – streetclip.de

Seit zwei Wochen begleiten mich VERITATES mehr oder minder täglich auf meinem Arbeitsweg. Das nicht nur, um dieses Review zu schreiben, sondern auch, weil diese Scheibe einen Heidenspass bereitet. Und wenn man an seinem Arbeitstag von einem Ohrwurm wie ´Killing Time´ begleitet wird, geht es gleich doppelt gut.

VERITATES, lateinisch Wahrheiten (In vino veritas – you know – Anm. d. Red.), haben sich vor sechs Monaten zusammen gefunden, um projektmäßig einfach mal eine Platte zu machen. Geplant war ein spontanes, nicht überladenes Album. Gelungen ist ein spontanes, nicht überladenes Album. Als ich ´Killing Time´ die ersten Male hörte, war ich begeistert ob der Homogenität und Geschlossenheit der Songs. Noch überraschter aber war ich, als mir klar wurde, dass das Teil ohne gemeinsame Proben entstanden ist. Wie auch? Zwei Musiker leben in Lörrach, die beiden anderen am anderen Ende der Rheinschiene in Köln. Ja, teilweise kennen sie sich nur über e-mail.

Melodischer Power Metal, manchmal mit leichten Drang zum Thrash, in Höchstkultur findet sich. Weder schreckt das Quartett zurück vor feinster Eingängigkeit, bestes Beispiel der Opener ´The Past Is Dead´, der mich persönlich an die Dänen SEVEN THORNS erinnert. Da diese hierzulande eher unbekannt sind, dürfte sich das tatsächlich um einen Zufall handeln. Der Titelsong ist ebenfalls, wie schon erwähnt, ein wahrhaftiger Ohrwurm.

Auf der anderen Seite zeigen die Jungs um Sänger Andreas von Lipinski einen unheimlichen Drang zu Epik und Dramatik. Hier das Paradebeispiel, das elfminütige Epos ´Hangmen Also Die´. Nicht nur hier, aber bei ´Jerusalem Syndrome´ besonders, erinnert mich Andreas an den Tyrant Harry Conklin persönlich.

Zum Abschluss des Vernügens haben die Herrschaften mit ´Hasta La Muerte´ noch einen ruppigen Thrash-Brecher eingezimmert. ICED EARTH haben schon lang nicht mehr geschafft, so eine Songgranate zu schmieden.

Mit ihrem Mix aus BLIND GUARDIAN mit besserem Sound und stringenteren Songs, JAG PANZER und ICED EARTH sollten sie, da bin ich mir sicher, bei vielen Fans traditioneller Klänge mehr als ein offenes Ohr finden. Und ich würde mich auch nicht wundern, wenn aus einem Projekt eine echte Band würde, so richtig, mit Proben und Konzerten.

Das Jahr 2020 hat noch nicht einmal so richtig begonnen, schon steht ein erster veritabler (das Wort musste einfach noch sein) Höhepunkt an. Fakt ist, 9 dicke, aber nicht überladene Punkte sind von meiner Seite fällig.


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Label: Doc Gator Records

Catalognumber: DGR009

Release Date: Januar 2020

Songs: 8

Genre: Heavy Metal

In the fall of 2018 Andreas von Lipinski, singer of the metal band Wolfen and

Tom Winter, former guitarist of a local metal band, decided to start a project together.

Tom Winter could play his old companion Jörg Belstler as bassist,

and Andreas von Lipinski won Marcus Kniep, the drummer of Grave Digger for the project.

Between November 2018 and May 2019 an album with cliché free, partly melancholic heavy metal was created.

The pounding riffs and quiet guitar parts of Tom Winter meet here on clear metal vocals with enthralling melodylines by Andreas von Lipinski, which can also convince in the quieter passages on full line.

The lyrics and the music complement each other perfectly.

The seven original compositions and a Mike Oldfield cover, Discovery, have been refined by numerous guest musicians.
Mario Stracuzzi – Solo-Guitar on Awakening

Andreas Lützeschwab – Solo-Guitar on Hangmen also die and Discovery

V.O. Pulver (Gurd/Poltergeist) – Solo-Guitar on Hasta la muerte

André Grieder (Poltergeist) – Lead-Vocals on Hasta la muerte

Shasank Venkat (Against Evil) – Solo-Guitar on Killing Time

Andreas Doetsch (Wolfen) – Solo-Guitar on The past is dead and Jerusalem Syndrome

Niclas Stappert (Reinforcer) – Solo-Guitar on The wild hunt

Logan Lexi (Reinforcer) – Lead-Vocals on The wild hunt

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