Nine Miles Down – Fractures

Label: Doc Gator Records

Katalognummer: DGR003

Veröffentlichungsdatum: 15.10.2018

Songs: 7

Spielzeit: 42:08 min.

Genre: Progressive Metal

 

 

 

 

 

Review von Alex Fähnrich

Besser als mit einem Criss Oliva-Gedächtnisriff kann „Fractures“ eigentlich nicht beginnen und überhaupt ist der Opener ‚Mockingbird‘ ein absolut gelungener Einstieg in dieses Debütalbum von NINE MILES DOWN. Man merkt sofort, dass die Waliser keine Novizen sind und sich im Umfeld von namhaften Bands wie Maiden und Uriah Heep schon lange in der Rock-/Metal-Szene tummeln. Als erstes kommen mir illustre Namen wie Pain Of Salvation, Spock`s Beard oder Enchant in den Sinn, doch der Sound von NINE MILES DOWN ist insgesamt sehr eigenständig. Worauf ich persönlich verzichten könnte, ist der offensichtliche Versuch, sich durch die harschen Vocals in ‚Where We Belong‘ einen modernen Anstrich zu geben. Schon das Pantera-Riff zu Beginn dieses Tracks klingt befremdlich, aber als der Metalcore-Gesang einsetzt, glaubt man es plötzlich mit einer gänzlich anderen Band zu tun zu haben. Dies ist allerdings die einzige Blöße, die man sich auf diesem Album gibt. Andy Makin verfügt über eine tolle Stimme und bildet gemeinsam mit Eddie Marsh ein kongeniales Gitarrenduo. Die Rhythmussektion wird durch die hervorragende Produktion perfekt in Szene gesetzt und die Keyboards setzen interessante Akzente, ohne zu dominant zu werden. Dazu gesellen sich Hooklines wie in ‚Faithless‘ und ‚Beautiful Lie‘, die fast schon AOR-Qualität haben. Die beiden besten Songs auf ‚Fractures‘ sind jedoch gleichzeitig die beiden längsten: das flott-beschwingte ‚Icarus‘ und das abschließende ‚My Last Fire‘.